Hej! Mit der Blockflötenakademie nach Schweden

Mit viel Applaus und beglückten Gesichtern auf allen Seiten endete unsere viertägige Konzertreise nach Schweden im Juni 2024.
In drei Kirchen in Trelleborg und Ystad durften wir unser gemischtes Programm vorstellen. Es umfasste technisch und musikalisch anspruchsvolle Stücke wie z.B. das moderne „Aquarel“ ebenso wie gefühlvolle volksnahe Lieder wie „Wer kann segeln ohne Wind“ oder „Leben einzeln und frei wie ein Baum“, deren Arrangements speziell für unser Blockflöten-Ensemble konzipiert worden sind.
Wir standen auch unter blitzblauem Himmel und bei strahlendem Sonnenschein am südlichsten Punkt von Schweden und blickten über die glitzernden Wellen der Ostsee. Diese wunderbare Atmosphäre hat uns durch die gesamte Reise getragen!
Ein großer Dank an alle, die uns bei der Organisation und Umsetzung unterstützt haben!
Und übrigens: Eine neue Idee für eine künftige Konzertreise spukt durchaus schon durch die Räume des Musikschulzentrums, aber psst – mehr wird noch nicht verraten. Auf jeden Fall aber werden wir alle gerne wieder bereit sein, viel Zeit und Ausdauer in Workshops, Proben und individuelles Üben zu investieren.


 


Erster Preis für das Ensemble der Oldenburger Blockflötenakademie bei den Open Recorder Days Amsterdam – MEHR GEHT NICHT!

Oldenburger Blockflötenensemble überzeugt bei internationalem Wettbewerb in Amsterdam

(Text von Gudrun Gleba)

Vom 07.-09. Juli 2023 hatten die Open Recorder Days Amsterdam wieder zu ihrem alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Blockflötenwettbewerb aufgerufen. Solisten und Duos, kleine und große Ensembles stellten sich dort dem Urteil einer hochkarätig besetzten Jury professioneller Musiker und Musikerinnen. Das Oldenburger Musikschulzentrum unter der Leitung von Sieglinde Heilig schickte gleich drei Kandidaten für den fast 80 Präsentationen umfassenden Wettbewerb ins Rennen. Die 14-jährige Solistin Clara Sophie Kleffner zeigte sich in der Vorrunde als souveräne Spielerin und wurde mit ihren Stücken Tre Fontane (Mittelalterliche Spielmannsmusik) und A Ground von Geoffrey Finger  ins Finale weitergeleitet, bei dem sie einen 4. Preis erhielt.  

Ebenfalls überzeugte bereits in der Vorrunde das Ensemble der Oldenburger Blockflötenakademie mit seinen Interpretationen von Williams Byrds „The Leaves be Green“ und dem für Blockflöten arrangierten 1. Satz aus dem Brandenburgischen Konzert Nr. 1 von Johann Sebastian Bach und stand damit im Finale.

Es spielte das Stück Aquarel von dem griechischen Komponisten Theo Abazis. Das Stück nimmt Bezug auf die niederländische Flutkatastrophe von 1995. Aqua-Querelle: der Kampf mit dem Wasser. Es verlangte den Spielern und Spielerinnen ebenso wie den Zuhörern und Zuhörerinnen einiges ab.  Ensemblemitglied und Schauspielerin Nora Kelschebach leitete es nüchtern, aber eindringlich mit einer Auflistung der Daten großer, weltweiter und immer schneller aufeinanderfolgender Flutkatastrophen in den letzten siebzig Jahren ein. Dem Ensemble gelang es dann musikalisch, eine immer spannungsreichere Atmosphäre existentieller Bedrohung aufzubauen. Unterstützt wurde es dabei von Axel Fries, dem bekannten Oldenburger Percussion-Künstler und ehemaligem Professor an der Universität Oldenburg sowie durch das Dirigat und der künstlerischen Leitung des belgischen Blockflötenvirtuosen Bart Spanhove.

Nach langen zehn Minuten wurde die Anspannung letztlich fast übergangslos durch Bachs Choral ,Jesu, meine Freude‘ zuversichtlich aufgelöst. Diese kombinierte Interpretation zweier völlig unterschiedlicher Musikstücke brachte einen verdienten ersten Platz in der Kategorie altersgemischter Ensembles und

die bislang höchste Anerkennung für das Ensemble der Oldenburger Blockflötenakademie!

Überglücklich und angespornt durch diesen Erfolg plant es nun bereits das nächste Programm für eine Konzertreise nach Schweden im kommenden Jahr.